Die Prinzipien

Die Prinzipien des CV

Der CV fördert die akademische Ausbildung und unterstützt mit seinen über 120 Studentenverbindungen und seinem weit verzweigten Mitglieder-Netzwerk in vielfältiger Weise das akademische Leben. Die Mitglieder der CV-Studentenverbindungen sind Katholiken; sie engagieren sich in Kirche, Staat, Gesellschaft und Hochschulen. Der CV und seine Mitglieder gestalten die Gesellschaft im gemeinsamen Europa im Sinne der christlichen Grundwerte. Gemeinsame Basis ist eine in den folgenden vier Prinzipien zusammengefasste Überzeugung:

Alte Herren?

Als “alte Herren” bezeichnet man die Mitglieder der Verbindung, die nicht mehr studieren. Gerade das Miteinander von Alt und Jung macht einen wesentlichen Teil des Verbindungslebens aus.

Lies, was einige dieser “Alten Herren” an AV Cheruscia bewegt:

Gerrit Dopheide, Jg. 1975, Studium: BWL und Jura

Warum bin ich bei Cheruscia eingetreten?  Ich war bereits vorher Mitglied in einer Verbindung, die ebenfalls im Cartellverband organisiert ist. Da es im Cartellverband die Regel ist, dass man sich bei einem Wechsel des Hochschulorts bei einer anderen Verbindung in der neuen Stadt zunächst als zeitweiliges Mitglied meldet, habe ich mir die zum Cartellverband gehörenden Verbindungen in Münster alle angeschaut. Dabei hat mir die freundliche und unaufdringliche Art der Cheruscia sehr gut gefallen, dass ich hier aktiv geworden bin.

Warum bin ich bei Cheruscia geblieben? Ich habe mich für die Cheruscia aufgrund der damals in der Verbindung aktiven Studierenden entschieden, und zu diesen und späteren Mitgliedern eine sehr gute und enge Freundschaft aufgebaut. Durch mein Engagement für die Verbindung und der Kontakt zu den älteren Mitgliedern fühlte ich mich schnell mit der Cheruscia verbunden. Einige Semester später habe ich dann das Band der Cheruscia auf Lebenszeit verliehen bekommen, was mich sehr gefreut hat.

Was bedeut Verbindung heute für mich?  Die Verbindung ist meine zweite Familie. Wie in jeder Familie, gibt es auch manchmal Unstimmigkeiten, aber gerade das schweißt einen zusammen. Durch die Verbindung wird einem die Gelegenheit gegeben, immer auf das Verbindungshaus zukommen und auch Jahre oder Jahrzehnt nach dem Studium alte Kommilitonen wieder zutreffen, und den Austausch über die Generationen hinaus zu pflegen. Durch die Verbindung habe ich Freunde gefunden, die wie Brüder für mich sind, nicht umsonst heißt es ja auch “Bundesbruder”. Und nicht zuletzt habe ich über die Verbindung meine Frau kennen gelernt, was auf eine andere, schöne Art zeigt, dass die Verbindung ein Leben lang verbinden kann.

Andreas Schröder, Jg. 1975, Studium: Geographie

Warum bin ich bei Cheruscia eingetreten? Weil ich mein Studium (als die vielleicht schönste Zeit des Lebens) mit Freunden fürs Leben verbringen wollte.

Nach der Zulassung zum Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität bin ich auf der Suche nach einem Zimmer in Münster auf ein Wohnungsinserat der Akademischen Verbindung Cheruscia in der „na dann“ gestoßen. Ich vereinbarte einen Wohnungsbesichtigungstermin und erhielt, nach einem ersten sehr informativen und netten Gespräch über die Verbindung, den Zuschlag für ein WG-Zimmer auf dem Verbindungshaus. In den Tagen und Wochen nach meinem Einzug wurde ich von den Mitgliedern der A.V. Cheruscia sehr freundlich und offen aufgenommen und konnte mir ein intensives Bild davon machen, was es heißt Mitglied in einer Studentenverbindung zu sein. Ich kannte als Schüler bereits eine CV-Verbindung in Würzburg und war fasziniert von dem dort gelebten Brauchtum und dem generationen- und fakultätsübergreifenden Miteinander der einzelnen Mitglieder innerhalb dieser Verbindung. Diese erste Erfahrung in der Begegnung mit einer Verbindung bestätigte sich auch bei der Cheruscia. Ich nahm in den nächsten Monaten als Gast an zahlreichen Veranstaltungen teil und entwickelte in dieser Zeit ein freundschaftliches Verhältnis zu vielen der jungen Cheruscer. Mein Entschluss stand nach etwa zwei Monaten fest: ich möchte Mitglied der Cheruscia werden. Diesen Entschluss habe ich bis heute niemals bereut.

Warum bin ich bei Cheruscia geblieben? Weil die Cheruscia zu meiner zweiten, großen Familie geworden ist. In meiner Zeit als Fux (Mitglied auf Probe für etwa ein Jahr) und danach als Bursch (studierendes Mitglied nach Ablauf der Fuxenzeit) bzw. nun Alter Herr (Mitglied nach Beendigung des Studiums) habe ich meine Verbindung immer als meine zweite Familie empfunden. Die Arbeitgeber bzw. Arbeits- und damit verbunden auch Wohnorte wechselten im Laufe der Jahre aber die „Lebenskonstante“ Cheruscia blieb. Ich freue mich immer wieder, wenn ich die Gelegenheit habe nach Münster zu „meiner“ Cheruscia zu kommen. Es macht mir einfach Spaß.

Was bedeutet Verbindung heute für mich? Nach Hause kommen und die Zeit für ein paar Stunden zurückdrehen Noch heute komme ich so oft es mir möglich ist zu den Veranstaltungen der Cheruscia nach Münster. Dort treffe ich immer wieder auf Bundesbrüder aus meiner Aktivenzeit und anderer Aktivengenerationen. Wir tauschen uns bei dieser Gelegenheit regelmäßig aus, erzählen uns was seit dem letzten Wiedersehen alles passiert ist und genießen gemeinsam fröhliche, häufig auch sehr ausgelassene Stunden auf dem Verbindungshaus. Ich schätze diesen generationenübergreifenden Austausch und den freundschaftlichen Umgang der Bundesbrüder untereinander sehr. Bei meinen Besuchen in Münster fühle ich mich immer wieder an meine Studentenzeiten erinnert. Das bedeutet für mich auch, die Zeit für einige Stunden zurückzudrehen.

Andreas Karst, Jg. 1968, Dr. rer. nat, Studium: Chemie

Warum bin ich bei Cheruscia eingetreten? Als ich seinerzeit im Oktober 1988 nach Münster kam und ein Zimmer auf dem Cheruscerhaus fand, fühlte ich mich von Anfang an dort sehr gut aufgehoben. Daher war ich es keine Frage, dass ich bereits nach wenigen Wochen den Antrag zur Reception stellte.

Warum bin ich bei Cheruscia geblieben? Das gute Gefühl aus dem Oktober 1988 hat sich gehalten. Insbesondere der Austausch mit den Studenten anderer Fachrichtungen und die vertrauensvolle Diskussion mit Menschen aller Generationen haben mich damals bewogen, dem Lebensbund treu zu sein und zu bleiben. Insbesondere erinnere ich mich als damaliger Senior gerne zurück an das 90. Stiftungsfest im Sommersemester 1991, als eine ganze Aktivitas mit Unterstützung zahlreicher AHAH ein rauschendes Jubiläum organisierte und zelebrierte.

Was bedeutet Verbindung heute für mich? Auch heute im Alter eines mittelalten AH schätze ich die Zusammenkunft verschiedener Fachrichtungen und Generationen auf dem Cheruscerhaus. Dazu gesellt sich die wunderbare Gelegenheit, immer wieder BbrBbr aus den alten Zeiten zu treffen, die man ansonsten eher nicht bis selten zu Gesicht bekommt und mit denen es sich vortrefflich in Erinnerungen an die vergangenen Zeiten schwelgen lässt. Darüber hinaus lassen einen die Gespräche mit den jungen aktiven BbrBbr auch die heutige Situation des Bildungswesens miterleben und verstehen.

Matthias Krämer, Jg. 1966, Studium BWL

Warum bin ich bei Cheruscia eingetreten? Als ich im SS 1990 mein BWL Studium in Münster begann, habe ich ein Zimmer gesucht, welches ich problemlos bei der AV Cheruscia fand und bekam. Die dort wohnenden Kommilitonen bzw. Bundesbrüder, wie sie bei uns heißen, haben dann einen so positiven Eindruck hinterlassen, dass ich –erst einmal- eingetreten bin.

Warum bin ich bei Cheruscia geblieben? Aus einigen der Bundesbrüder sind Freunde geworden, mit denen ich auch heute immer noch sehr eng befreundet bin. Wir haben nicht nur während des Studiums viel Zeit zum lernen, feiern und diskutieren miteinander verbracht, sondern uns auch nach dem Studium nicht aus den Augen verloren. Das Verbindungshaus ist für jeden, egal wo er in Deutschland einen Job gefunden bzw. eine Familie gegründet hat, auch heute immer noch eine Anlaufstelle, wo wir uns regelmäßig treffen. Das Engagement in der Verbindung und das Auseinandersetzen mit Akademikern unterschiedlicher Fakultäten eröffnet einem in vielerlei Hinsicht neue Horizonte.

Was bedeutet Verbindung heute für mich? Die Verbindung ist ein nicht unwichtiger Teil meines Lebens geworden und ich weiß den Rückhalt der Bundesbrüder sehr zu schätzen.

Bernd Edeler, Jg. 1957, Studium: Jura

Zu Beginn meines Studiums stand ein Eintritt in den CV eigentlich bereits fest, da auch mein Vater und mehrere Onkels CVer sind. Zur Cheruscia kam ich , da ich meinen Freund aus Grundschulzeiten Bbr Wolfgang Hemmen vor dem H1 traf, als Wolfgang  Werbeflyer für die AV Cheruscia verteilte. Die weiteren großen Keilaktivitäten von Wolfgang führten schnell zum Eintritt in unsere Cheruscia. Die BbrBbr hatten ein ähnliches Weltbild, wie ich es als junger Student auch hatte. So entstanden in dieser Zeit Freundschaften, die bis heute bestehen und die gesamten Familien der BbrBbr umfassen.

Während meines Jurastudiums gaben ältere Bbr stets eine gute Hilfe und Orientierung. Nach Beendigung des Studiums musste ich den Berufsweg allerdings selber finden, da meine berufliche Ausrichtung in das Agribusiness durch die Fakultäten in Münster nicht abgedeckt wird und somit auch keine BbrBbr in der AV Cheruscia Mitglied sind, die diesbezügliche Erfahrungen haben.

Ich bin seit über 20 Jahren im Management eines Agrarspezialversicherers als Niederlassungsleiter und seit einigen Jahren als Vorstandsmitglied einer Tochtergesellschaft tätig. Meine Mitgliedschaft im CV hat während des gesamten nun fast 30jährigen Berufslebens immer wieder die Bildung von Netzwerken sehr erleichtert.

Jungen Menschen kann ich daher sehr empfehlen sich aktiv in einer Verbindung einzubringen und dort zu lernen Verantwortung zu tragen. Das dies am schönsten innerhalb unserer AV Cheruscia möglich ist, mag eine persönliche positive Sichtweise sein.

Franz Voß, Jg. 1938, Studium: Theologie

Warum bin ich bei Cheruscia eingetreten? Weil ich meine, dass Kath. Akademiker im Berufs- und Gesellschaftsleben als Einzelkämpfer nicht viel bewegen. Auch wir brauchen wie andere Gruppen in der Kirche Verbände zur Durchsetzung unserer Sicht der Dinge in Politik und Gesellschaft.

Warum bin ich bei Cheruscia geblieben? Weil ich Kontakt behalten wollte zu Hochschulort und Freunden. Weil ich durch den CV immer gleich Kontakt bekommen habe zu  anderen CV-ern, wo immer ich zu Hause war: in München bei Burgundia, in Frankfurt bei Moeno- Frankonia, in Limburg im CV- Zirkel Limburg/Lahn, in Mettingen beim CV- Zirkel Tecklenburger Land und natürlich immer bei AV Cheruscia. Weil es auch immer wieder schön war, zusammen zu feiern, zu tanzen, und quer durch die Disziplinen und Fächer zu debattieren.

Was bedeutet Verbindung heute für mich? Nach über 100 Semestern zusammen gewachsen sein mit  vielen Bundesbrüdern und Ihren Familien und das jeder Zeit abrufen zu können. Mit dazu beizutragen, jungen Bundesbrüdern materielle wie geistige Heimat zu ermöglichen. In Krankheit und Tod stützen zu können und selbst gestützt zu werden.

Benno Leggewie, Jg. 1933, Studium: Jura

Mein Vater und mein älterer Bruder waren im KV Ravensberg aktiv. Ich habe erfahren, dass mein Vater aus dem KV einen großen Freundeskreis hatte. Darum wollte ich auch in einer Korporation aktiv werden. Ravensberg war aber damals nicht besonders gut. Dann hatte ich mich im münsterischen CV umgesehen und fand bei Cherucia Leute, die mir gefielen, die auf mich zu gingen. Nach wenigen Semestern bin ich nach Freiburg gegangen und wurde bei Falkenstein aktiv, weil einige Cheruscer dort schon gute Erfahrungen gemacht hatten.

Mein Jurastudium habe ich aber in Münster abgeschlossen. Später, als junger Referendar wählte mich Cheruscia zum Fuchsmajor. Nachdem ich bei der Bundespost gelandet war, erfuhr ich eine freundschaftliche Beziehung zu etlichen Kollegen, die auch CVer waren. Während meiner Zeit als Chef des Postamts Gelsenkirchen fing mich ein älterer Durch-und Durch-Falkensteiner Postkollege für Aufgaben bei Falkenstein ein, die mich heute noch beschäftigen.

Der Freundeskreis aus dem CV bestimmt auch heute, nach fast 60 Jahren, mein gesellschatliches Umfeld, in dem ich mich wohl fühle.

Es lohnt sich, in frühen Jahren einer Studentenverbindung beizutreten, weil es viele parallele Kontakte auf Lebenszeit erschließt.